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Dringende Warnung vor Betrug


Mehrere Fälle des Betrugs bei der Bestellung und Lieferung von EPAL Europaletten

Wir haben erfahren, dass rund um den Jahreswechsel 2022/2023 mehrere Fälle des Betrugs bei der Bestellung und Lieferung von EPAL Europaletten aufgetreten sind. Diese Fälle betreffen Lizenznehmer der EPAL, welche EPAL Europaletten produzieren, daneben aber auch andere Unternehmen, welche EPAL Europaletten an ihre Kunden liefern. In den aktuell bekannten Fällen erfolgt die betrügerische Bestellung im angeblichen Namen französischer Unternehmen. Es sind aus der Vergangenheit aber auch vergleichbare Fälle aus anderen Ländern bekannt.

Bei den aktuellen Betrugsfällen handelt es sich um den folgenden bereits bekannten Sachverhalt:
Der angebliche Besteller, tatächlich ein Betrüger, bestellt die Lieferung einer Lkw-Ladung mit EPAL Europaletten, häufig auch mehrere Lkw-Ladungen.
Dabei erfolgt die Bestellung im Namen eines Unternehmens, welches entweder einen bekannten Namen trägt, oder welches über eine Website verfügt, die auf ein großes Unternehmen hindeutet und daher Vertrauen erweckt. Häufig handelt es sich um Unternehmen im Ausland, so dass der Lieferant die Angaben auf der Website nur eingeschränkt verstehen und mit den Angaben in der E-Mail des Betrügers vergleichen kann.
Tatsächlich erfolgt die Bestellung nicht durch das angegebene bekannte oder große Unternehmen, sondern durch einen Betrüger, welcher den Namen und häufig auch die weiteren Firmenangaben des bekannten oder großen Unternehmens missbraucht (z.B. Marke, Kontaktdaten etc.).
Die Korrespondenz zur Abwicklung der Bestellung erfolgt anschließend nicht über die Kontaktdaten des bekannten Unternehmens, sondern über eine E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer des Betrügers, welche von den richtigen Kontaktdaten oft nur geringfügig abweichen.

Der Betrüger veranlasst auf diese Weise die Lieferung einer großen Zahl von Paletten ohne Vorauskasse, wobei die Entladung der Paletten in einem angeblichen Paletten- oder Warenlager des bekannten Unternehmens erfolgt. Tatsächlich handelt es sich bei den Entladeplätzen aber nicht um Flächen, welche diesem bekannten Unternehmen zuzuordnen sind.

Nach der Entladung der Paletten ist der Betrüger entweder nicht mehr zu erreichen oder er fordert als Bedingung für die Zahlung des Kaufpreises die Lieferung weiterer Paletten. In allen uns bekannten Fällen ist keine Zahlung erfolgt, auch nicht eine Teilzahlung.

Wir empfehlen daher dringend, im Falle des Erhalts einer Bestellung von EPAL Europaletten durch ein Unternehmen, mit welchem Sie bislang nicht in Geschäftsbeziehungen stehen, stets die Vorauszahlung der Paletten zu verlangen. Alternativ besteht natürlich auch die Möglichkeit, über die Kontaktdaten auf der richtigen Website des bekannten Unternehmens telefonisch oder per E-Mail nachzufragen, ob eine Person mit dem Namen des Bestellers bei dem Unternehmen beschäftigt wird und zur Bestellung von EPAL Europaletten bevollmächtigt ist.
Wichtige Indizien für das Vorliegen eines Betrugsfalles sind:

  • erstmalige Bestellung durch ein Ihnen bislang nicht als Geschäftspartner bekanntes Unternehmen
  • Bestellung einer größeren Zahl von EPAL Europaletten
  • Bestellung aus dem Ausland
  • Verzicht des Bestellers auf Nachfragen oder Verhandlungen zu Preis und Qualität der EPAL Europaletten
  • Ablehnung von Vorkasse

Selbstverständlich handelt es sich nicht in allen Fällen, in denen einzelne der vorgenannten Punkte erfüllt sind, um einen Betrugsversuch. Sind allerdings mehrere Punkte erfüllt, und wird insbesondere eine Vorauszahlung des vollständigen Kaufpreises oder eines Teilbetrages des Kaufpreises abgelehnt, sollte von Ihnen sehr eingehend geprüft werden, ob es sich um einen Betrugsversuch handelt.
In Zweifelfällen können Sie sich gerne mit uns, EPAL International, oder mit den Nationalkomitees der EPAL in Verbindung setzen. Wir werden versuchen, Sie bei der Aufklärung der Authentizität der Lieferanfrage zu unterstützen. Bitte informieren Sie uns, wenn Sie selbst eine Lieferanfrage erhalten, bei welcher es sich nach Ihrer Bewertung um einen Betrugsversuch handelt, so dass wir alle Lizenznehmer der EPAL informieren können.

Bitte beachten Sie, dass aus der Vergangenheit auch umgekehrte Fälle bekannt sind, in denen durch Betrüger die Lieferung von EPAL Europaletten gegen Vorkasse angeboten wird, häufig zu einem auffällig geringen Preis. Nach Zahlung des Kaufpreises auf ein ausländisches Konto (Vorkasse) ist in diesen Fällen der angebliche Verkäufer nicht mehr zu erreichen, ebenso wie keine Lieferung von Paletten erfolgt.